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Energieeffizientes Bauen


energieeffizientes_bauen_01.jpgHeizung und Warmwasser haben an der jährlich verbrauchten Energiemenge in Hessen einem Anteil von 40 Prozent. Daher ist klar: Wer wirklich energiebewusst leben will, sollte nicht nur ein sparsames Auto fahren, sondern vor allem in einem sparsamen Haus wohnen. Häuslebauer haben dazu die besten Chancen – vorausgesetzt, sie planen die eigenen vier Wände zusammen mit einem kompetenten Partner, einem Architekten. Denn Planung und Bau eines Hauses entscheiden über dessen Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten für die kommenden Jahrzehnte. Architekt und Bauherr verfolgen daher zunächst das Ziel, so wenig Energie wie möglich im Haus zu benötigen und die doch erforderliche Energie möglichst effizient bereitzustellen, zu nutzen und dabei erneuerbare Energien zu berücksichtigen.


Energiesparen fängt schon beim Grundstück an. Dessen Lage, Größe, Zuschnitt, Ausrichtung, Bewuchs und Bodenbeschaffenheit sowie die eventuell angrenzende Nachbarbebauung schaffen unumstößliche Rahmenbedingungen für die spätere Planung. Am Besten vertrauen Bauherren, die großen Wert auf ein energieeffizientes Haus legen, bei der Wahl des geeigneten Bauplatzes auf die Unterstützung durch ihren Architekten. Dieser kennt die Bedingungen, die das Areal bieten sollte. Er prüft beispielsweise, ob der Neubau so platziert werden kann, dass Wohnräume mit großen Fenstern nach Süden ausgerichtet werden können und so die passive Nutzung von Sonnenenergie möglich ist. Der Architekt achtet auch darauf, ob der Bebauungsplan die aktive Nutzung von Solarenergie durch Kollektoren auf dem Dach erlaubt. 

Da die meiste Energie im Haus – durchschnittlich etwa 75 Prozent – fürs Heizen aufgewendet wird, lässt sich hier auch am meisten sparen. Dabei gilt: Je kompakter das Haus gebaut ist, desto weniger Außenwandfläche hat es, über die Energie verloren gehen kann. Daher rät der Architekt seinen Bauherren, auf Vor- und Rücksprünge, Erker oder Dachgauben weitestgehend zu verzichten. Er entwirft zudem ein abgestimmtes Konzept für die lückenlose Dämmung von Außenwänden, Dach, Kellerdecke oder Bodenplatte. Der Architekt empfiehlt außerdem Fenster mit hoher energetischer Qualität und überwacht die sorgfältige Ausführung des Einbaus, sodass die Dämmung direkt anschließt und Fugen vermieden werden. Denn nur eine luftdichte Gebäudehülle ohne Wärmebrücken verhindert unnötige Wärmeverluste.

Eine direkt auf den tatsächlichen Wärmebedarf der Räume abgestimmte Heizung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung tragen ebenfalls zum Energiesparen bei. Für Bauherren, die Wert auf Energieeffizienz legen, sollte zudem die Nutzung erneuerbarer Energien selbstverständlich sein. Ohnehin schreibt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz einen Mindestanteil vor, den Solarthermie, Biogas- oder -masse oder Erdwärme zum Heizen und Erwärmen von Wasser bei Neubauten beitragen müssen.
Bauherren können gemeinsam mit ihrem Architekten viele Möglichkeiten nutzen, um die energetische Qualität ihres Neubaus zu optimieren. Und je früher die Energieeffizienz bei der Planung eine Rolle spielt, umso kostengünstiger lässt sie sich integrieren. Besonders energiesparende Neubauten – sogenannte Effizienzhäuser – unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW mit zinsgünstigen Darlehen. Von dem Geld, das Bauherren bei ihrem Haus in Energieeffizienzmaßnahmen stecken, profitieren sie später durch hohen Wohnkomfort und geringere Betriebskosten.

Die Internetseite der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen AKH (www.architekten-in-hessen.de) bietet die Möglichkeit, in der Rubrik Büroverzeichnis / Suche, nach hessischen Architekten mit dem Tätigkeitsfeld “Energieeinsparende Planung“ zu suchen. Eine ausführliche Informationsbroschüre der AKH zum Thema Bauen kann kostenlos per Fax (0611–17 38-40) oder per E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können ) angefordert werden.



Text: Katja Klenz, AKH
Foto: Kristina Schäfer, Mainz

 
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