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Mit der Sonne bauen und sparen

Wer sein Haus sorgfältig plant und auf regenerative Energien setzt, spart Geld und schont die Umwelt

mit_der_sonne_bauen_und_sparen.jpgDie Sonne produziert tagtäglich 10.000 Mal mehr Energie, als die Menschen weltweit verbrauchen können. Sie ist damit die größte regenerative Energiequelle der Erde. Für Bauherren, die bei ihrem Neubau auf eine sorgfältige Planung durch einen Architekten Wert legen und regenerative Energien wie Sonnenenergie, Erdwärme oder Biomasse fürs Heizen und Warmwasser nutzen, bieten sich viele Vorteile. Sie sind unabhängiger vom langfristig steigenden Gas- und Ölpreis, schonen nachhaltig die Umwelt – und vor allem langfristig ihren Geldbeutel.

 

Ohnehin fordert seit Anfang des Jahres das Erneuerbare Energien-Wärme-Gesetz, kurz Wärmegesetz, für Neubauten den Einsatz von teilweise erneuerbaren Energien. Ist die Nutzung erneuerbarer Energien nicht möglich, gewährt das Gesetz Ausnahmen. Alternativ muss die Energieeffizienz so weit erhöht werden, dass das Haus die Anforderungen der derzeit geltenden Energie-Einsparverordnung EnEV um 15 Prozent unterschreitet, beispielsweise durch eine besser gedämmte Gebäudehülle oder eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Zukünftig werden die energetischen Anforderungen an Neubauten sogar noch strenger: Ab Oktober 2009 steigert die neue Fassung der EnEV diese Anforderungen noch einmal um etwa 30 Prozent.

Ein Haus, das den persönlichen Gestaltungswünschen entspricht, bestmöglichen Wohnkomfort bietet und gleichzeitig so wenig Energie wie möglich benötigt und alternative Energien effektiv nutzt, setzt eine vorausschauende, sorgfältige Planung und Beratung durch einen Architekten voraus. Dieser kombiniert die Faktoren, die einen geringen Energieverbrauch garantieren – ein kompakter Grundriss, die Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen (von der die Nutzung der Solarenergie abhängt), gut gedämmte Außenwände und Fenster – mit der Nutzung erneuerbarer Energien. Gemeinsam mit ihrem Architekten entscheiden Bauherren beispielsweise, ob, wo und in welchem Umfang Solarkollektoren eingesetzt und wie diese am besten gestalterisch integriert werden können. Sie legen fest, ob Erdwärme genutzt oder ein Holzpelletofen eingebaut werden soll – oder ob und wie sich mehrere regenerative Energieträger sinnvoll miteinander kombinieren lassen.

Niedrigenergiehäuser, die siebzig kWh und damit rund sieben Liter Erdöl oder Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr verbrauchen, gehören mittlerweile zum Standardrepertoire von Architekten. Auf Wunsch seiner Bauherren plant der Architekt das neue Heim aber auch als so genanntes Passivhaus, die Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Dieses benötigt jährlich weniger als 15 kWh Heizwärme und unter 120 kWh für Heizen, Lüften, Warmwasser und Haushaltsstrom pro Quadratmeter beheizte Wohnfläche. Hier plant der Architekt neben einer kompakten Bauweise, einer sehr guten Wärmedämmung, einer weitgehend luftdichten Gebäudehülle und einer optimierten Haustechnik auch eine kontrollierte Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung ein, um Wärmeverluste zu mindern. Sorgfältig gestaltet und ausgeführt, kommen Passivhäuser sogar ganz ohne herkömmliche Heizanlagen aus.

Aktive Systeme, die die Sonne nutzen, machen aus einem Passivhaus sogar ein Null-Energie- oder gar Plus-Energie-Haus. Diese benötigen – rein rechnerisch – keine Energie von außen oder produzieren sogar noch Energie. Dafür plant der Architekt neben der passiven auch die aktive Energiegewinnung ein: eine Photovoltaikanlage und Sonnenkollektoren an der Fassade und auf dem Dach zur Stromerzeugung und für die Warmwasserbereitung.
 
Bauherren, die mehr für die Umwelt tun, als gesetzlich gefordert wird, profitieren nicht nur bei den Folgekosten, sondern können Förderungen vom Staat beanspruchen. Architekten, die auch als Energieberater tätig sind, helfen ihren Bauherren auch bei der Beantragung dieser Fördermittel. Geeignete Architekturbüros finden sich auf der Internetseite der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (www.architekten-in-hessen.de). In der Rubrik Büroverzeichnis / Suche ist die Suche nach hessischen Architekturbüros mit den Schwerpunkten Energieeinsparende Planung und Energieberatung möglich

Text: Katja Klenz, AKH
Foto: Kristina Schäfer, Mainz
 
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